Santokumesser: Das japanische Kochmesser

Sie sind auf der Suche nach einem Allzweckmesser, um Fleisch, Fisch und Gemüse zu schneiden? Dann empfehlen wir Ihnen das Santokumesser als Küchenhelfer. Das japanische Messer hat nämlich nicht umsonst einen Namen, der übersetzt „Messer der drei Tugenden“ bedeutet: Gemeint ist die Fähigkeit sowohl schneiden, würfeln als auch hacken zu können. Dank der speziellen Klingenform ist das Santokumesser optimal geeignet alle Zutaten zu zerkleinern.

Das japanische Kochmesser ist auch für Einsteiger ein guter Tipp: Die breite Klinge und ein balancierter Handgriff sorgen für eine einfache Handhabung und Schnittführung. Inzwischen ist das Santokumesser nicht nur in Japan ein beliebtes Küchenmesser, sondern kommt auch hierzulande zum Einsatz.

Den Überblick über die verschiedenen Santoku-Messer behalten Sie mit unserer Messer-Übersicht und den weiter unten folgenden Informationen zu dem japanischen Allzweckmesser.

Santoku-Messer-Übersicht (Mai 2018)

Santoku-MesserKlingenlänge (cm)Gewicht (g)KlingenmaterialPreisBewertung
Chroma Haiku H 0517120Molybdänum-Stahl€€4.5
WMF Santokumesser Grand Gourmet1824015% Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl€€4.5
Zwilling Twin Pollux Santokumesser18230Edelstahl4.6
Tojiro Sippu Santoku16.5160VG-10 Stahl - außen 62 Lagen Damast Spezialstahl€€€4.7
Wüsthof Santoku-Kochmesser Grand Prix II17150Edelstahl€€4.7
Victorinox SwissClassic Santokumesser17120Edelstahl4.8
Kanetsune Aogami Santoku16.5160Hitachi Aogami Stahl-Kern - außen 2 Lagen rostfreier Stahl€€€4.0

Zur kompletten Übersicht (22 Messer)

Die Spalten der Übersichtstabelle kurz erläutert:

  • Messername
  • Bild: Ein Bild des Messers
  • Klingenlänge: In Zentimetern
  • Gewicht: Gesamtgewicht des Messers in Gramm
  • Klingenmaterial: Material aus dem die Klinge besteht
  • Preis: Ungefährer Preis auf Amazon.de als Orientierung (ohne Gewähr), Abweichungen möglich (aufgrund von Sonderangeboten, etc.).
    € = Unter 40€, €€ = 40 bis 100€, €€€ = 100 bis 200€, €€€€ = Über 200€
  • Bewertung: Durchschnittliche Kundenbewertung auf Amazon.de. Hilfreich um die Zufriedenheit der bisherigen Käufer zu beurteilen.

Sie können die Tabelle nach jeder Spalte sortieren: Klicken Sie dazu einfach auf die jeweilige Spalten-Überschrift. So filtern Sie nach dem Aspekt, der Ihnen bei der Messerwahl am wichtigsten ist. Alle Angaben sind ohne Gewähr, auch wenn sie nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen sind.

Sie möchten noch mehr Santokus sehen? Schauen Sie sich den ausführlichen Santokumesser-Guide an.
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Die Auflistung auf dieser Seite ist natürlich nur ein Ausschnitt aus der Welt der Santokus: Zahlreiche Hersteller veröffentlichen regelmäßig neue Messermodelle. Deshalb werden die Übersichtstabellen fortlaufend erweitert und um neue Messer ergänzt.

Was ist ein Santokumesser?

Das Santokumesser stammt ursprünglich aus Japan, wo es als scharfes Allzweckmesser in der Küche benutzt wird (deshalb sollten Sie regelmäßig das Messer schärfen). Durch die spezielle Klingenform kann mit ihm Fleisch, Fisch und auch Gemüse leicht geschnitten werden. Der Name spiegelt dies wider: Santoku heißt übersetzt so viel wie „Messer der drei Tugenden“. Santokumesser empfehlen wir für jede Küche. Das japanische Messer heißt nicht umsonst „Messer der drei Tugenden“.

Abmessungen der Klinge des Santokus

Charakteristisch für das Santokumesser sind eine Klingenlänge von 13 bis 20 cm sowie eine breite Klinge von 4 bis 6 cm. In Deutschland hat sich bei den Herstellern eine Länge von 16 cm für die Klinge etabliert. Ursprünglich entwickelte sich das Santoku aber aus der Kategorie der Hōchō: Um aus diesen ein Allzweckmesser zu machen, wurde die japanische Klingenform mit der des westlichen Fleischermessers kombiniert. Das Ergebnis ist die typische Santoku-Form.

Das Blatt, die Oberkante der Messerklinge, ist stumpf und bildet eine Linie mit dem Handgriff. Dadurch lässt es sich leicht mit dem Fingerrücken führen. Die Schaffuß-Klinge (engl. Sheepfoot) des Santoku ist nur leicht geschwungen, sodass sich an der Messerspitze ein Winkel von 60 Grad ergibt. Die nahezu gerade Klingenform macht den Schnitt besonders präzise kontrollierbar, weshalb eine gerade Schaffuß-Klinge auch bei Rettungsmessern zum Einsatz kommt. Durch die leichte Krümmung ist das Santokumesser auch für wiegende Schnitte geeignet.

Wofür das Santoku gedacht ist

Im Unterschied zu den klassischen westlichen Messern ist das Santokumesser beidseitig geschliffen und besonders scharf. Durch die Kombination mit einer langgezogenen Klinge, in Anlehnung an die Schaffuß-Klinge, wird das Santoku zu einem Allzweckmesser in der Küche.

Mit dem japanischen Kochmesser zerkleinern Sie nahezu jede Zutat: Neben Fleisch und Fisch lässt sich mit dem Santoku auch Gemüse besonders dünn schneiden. Dies liegt auch an dem besonders scharfen Schliff in einem spitzen 12 bis 15 Grad-Winkel (klassische europäische Messer haben einen Schliffwinkel von etwa 40 Grad). Das Santoku hat aber nicht nur eine außerordentlich scharfe, sondern auch eine besonders dünne Klinge. Der Schnitt wird dadurch präziser und die Zutaten beim Schneiden nicht gequetscht.

Durch den scharfen Schliff verzeiht das Santokumesser auch Fehler in der Handhabung. Es eignet sich deshalb besonders für Einsteiger, aber auch Fortgeschrittene haben an dem Messer ihren Spaß: Das Allzweckmesser ist nämlich als universeller Küchenhelfer gedacht, mit dem sich saftiges Fleisch, frischer Fisch aber gleichermaßen auch knackiges Gemüse schneiden lassen.

Die verschiedenen Messerarten

Inzwischen ist das Santokumesser nicht mehr nur in Japan beliebt, auch in europäischen Küchen findet es immer öfter Anwendung. Dadurch haben sich verschiedene Messerarten entwickelt, bei denen das Santoku leicht abgewandelt ist.

Das kleine Santokumesser, beispielsweise aus Damaszener Stahl, hat nur eine Klingenlänge von maximal 17 cm. Es ist handlicher und eignet sich deshalb besser für kleineres Schnittgut. Eine Schwäche zeigt sich allerdings beim Wiegen und Hacken: Bei den kleinen Santokus kommt hier nicht die volle Schneidefläche zum Einsatz, was den Schneidevorgang hier erschwert.

Ein Santoku mit gehämmerter Klinge ist hingegen besser zum Hacken und für einen Wiegeschnitt geeignet. Durch die extreme Verdichtung der verschiedenen Stahlschichten ist dieses Kochmesser besonders robust und scharf. Die Oberfläche ist kleiner, sodass das Schnittgut nicht so schnell anklebt.

Im europäischen Raum öfter zu sehen ist das Santoku mit Kullenschliff. Dabei sind Vertiefungen in der Klinge, sogenannte Kullen, namensgebend. Die Vertiefungen führen beim Schnitt zu kleinen Lufteinschlüssen, welche die Haftung von Schnittgut an der Klinge verringern sollen. Zusätzlich ist durch die Kullen die Reibung beim Schnitt geringer.

Die Top 3 Santokumesser im Vergleich

Die oben aufgelisteten Santokumesser sind alle gute Wegbegleiter in jedermanns Küche. Aber auch in der Kategorie der japanischen Kochmesser gibt es Exemplare, die noch einmal besonders empfehlenswert sind. Deshalb finden Sie hier unsere Top 3 Santokumesser in der Gesamtbewertung mit einem ausführlicheren Vergleichsbericht zu jedem.

Wüsthof Santoku-Kochmesser Grand Prix II

Wüsthof Santoku-Kochmesser Grand Prix II

Basierend auf der durchschnittlichen Bewertung, der Qualität der Klinge und dem namhaften Hersteller ist das Wüsthof Grand Prix II eines der Santokumesser das man besitzen sollte. Die Klinge ist aus einem Stück Edelstahl geschmiedet, der sich bis in den Griff zieht. Mit einer Klingenlänge von 17 cm hat es die für Santokus übliche Länge und eignet sich daher auch für das Wiegen und Hacken.

Die deutsche Messerqualität der Firma Wüsthof hat auch andere überzeugt: Das Wüsthof Grand Prix II darf sich Testsieger der Stiftung Warentest aus der Test-Ausgabe 1/2008 nennen. Vor allem hinsichtlich der Haltbarkeit hat das Messer punkten können.

Bereits bei der Produktion erhält das „Made in Solingen“-Messer einen scharfen Schliff. Aufgrund der scharfen Schneide, die für Santokus üblich ist, sollte aber auch ein Schleifstein zum späteren Nachschärfen im Haus sein. Denn bei häufiger Verwendung könnte sonst die Klinge schnell stumpf werden, auch wenn Wüsthof bei dem Grand Prix II auf die hauseigene PEtec Technik setzt: Diese soll für eine dauerhaft extrem scharfe Klinge sorgen.

Der Handgriff des Grand Prix II ist ergonomisch geformt: Um den Erl – so nennt sich der Teil des Stahls, an dem der Griff sitzt – legt sich ein Griff aus Spezialkunststoff. Für einen Preis von etwa 50€ ist dieses Qualitäts-Santokumesser bereits zu haben.

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Tojiro Sippu Santoku

Tojiro Sippu Santoku

Das Santokumesser aus dem Hause Tojiro bewegt sich im gehobenen Preissegment. Das verwendete Material, die traditionell gefertigte Klinge und die hohe durchschnittliche Kundenbewertung verdeutlichen, dass das Tojiro Sippu nicht ohne Grund mehr kostet.

Die Klinge des Sippu wird in Japan traditionell aus mehreren Lagen Stahl gehämmert: Der Kern aus hartem VG-10 Stahl wird von insgesamt 62 Lagen Damaststahl ummantelt. Dadurch ist das Messer besonders robust und bietet gleichzeitig Flexibilität sowie Schneidekantenstabilität bei einer Klingenlänge von 16,5 cm.

An der Übergangsstelle von der Klinge zum Griff wird beim Tojiro Sippu echtes Büffelhorn verwendet. Dieses ist als widerstandsfähiges Material bekannt, und soll so einen dauerhaften und festen Halt der Klinge am Griff gewährleisten. Dies ist besonders wichtig, da der Übergang von Griff zu Klinge schnell zu einer Schwachstelle von Messern werden kann.

Der kastanienförmige Griff aus japanischer Eiche hat eine spezielle ergonomische Form, die das Santoku angenehm in der Hand liegen lässt. Wenn Sie ein Santokumesser aus ausgewählten Materialien und mit vielen Damastlagen suchen: Für etwa 145€ können Sie das Tojiro Sippu Santoku erwerben.

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Victorinox SwissClassic Santokumesser

Victorinox SwissClassic Santokumesser

Dieses Messer stammt aus dem Hause, das auch das weltberühmte Original Schweizer Offiziers- und Sportmesser hervorgebracht hat: Victorinox. Die Messerschmiede in der Schweiz produziert mit dem SwissClassic Santokumesser ein Allzweckmesser, das durch die Kombination von hohen Kundenbewertungen und günstigem Preis auffällt.

Dem Preis entsprechend wird für das SwissClassic auf die grundlegenden Materialien zurückgegriffen: Die Klinge besteht aus rostfreiem Edelstahl, der Griff ist aus Fibrox. Die Kundenbewertungen loben vor allem die anhaltende Schärfe dieses Santokus. Die Klinge mit einer Länge von 17 cm ist bei diesem Messer normal geschliffen – eine weitere Variante des Victorinox SwissClassic mit Kullenschliff ist ebenfalls verfügbar.

Aufgrund des niedrigen Preises von ungefähr 30€ und den guten Eigenschaften ist das SwissClassic Santoku auch optimal für Einsteiger geeignet, die sich mit Santokumessern vertraut machen möchten.

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Jetzt sind Sie dran

Nachdem Sie sich jetzt einen Überblick über einige Santokumesser verschaffen konnten, und unsere Auswahl von drei Modellen gelesen haben, sind Sie dran: Treffen Sie eine Wahl, die Ihren Anforderungen, Ihrem Wunschbudget und Ihren Ansprüchen entspricht. Es ist Ihre Wahl, welches Allzweckmesser Sie demnächst in Ihrer Küche verwenden möchten.

Natürlich ist das Messerangebot an Santokus nicht abgeschlossen: Regelmäßig kommen neue Modelle hinzu. Deshalb wird diese Übersicht regelmäßig aktualisiert, und um neue Messer ergänzt. Falls Sie noch weitere Anregungen haben – vielleicht hat ja dennoch ein Santoku gefehlt, dass Sie für empfehlenswert halten –, dann können Sie gerne an die im Impressum angegebene Kontaktadresse schreiben.

Santokumesser
im Preisbereich von €20 bis €298 bei 22 Angeboten